Von der Idee zum Faustplatz

Johann Wolfgang von Goethes Faust erzählt von der Suche nach Sinn, von Zweifel, Sehnsucht und dem Wunsch, das Leben wirklich zu begreifen.

Diese Themen bilden den inhaltlichen Ursprung von Philis Arbeit.

Doch der tiefere Grund liegt persönlicher.

Kurz vor ihrem Tod erzählte Philis Mutter ihm erstmals, dass sie als Regisseurin an einer Faust-Inszenierung gearbeitet hatte.

Diese späte Offenbarung wurde zu einem stillen Ausgangspunkt für das Projekt.

Phili begann, sich dem Text neu zu nähern – langsam, händisch, Buchstabe für Buchstabe.

Jede Tonplatte trägt einen Ausschnitt aus Faust, gesetzt mit kleinen Holzstempeln, getrocknet, gebrannt, glasiert und erneut gebrannt.

Ein Prozess, der Zeit braucht und bewusst nicht beschleunigt wird.

Der berühmte Satz

„Am Anfang war das Wort“

wird hier nicht gelesen, sondern körperlich erfahrbar gemacht.

So entsteht der sogenannte Faustplatz: eine Installation aus über 550 Tonplatten.

Ein Ort zum Verweilen, Erinnern und Wirkenlassen.

Die einzelnen Platten können Teil dieses Ganzen sein – als eigenständiges Werk oder als persönlicher Auftrag.

Sie stehen für Sprache, Handwerk und eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit Verlust, Erinnerung und Bedeutung.

Hole dir Philis Tonplatte nach Hause.

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